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Harley Davidson Sportster

HARLEY DAVIDSON SPORTSTER CUSTOM, XL 1200 C,
Baujahr 2007

seit Januar 2015

Wie das? Umstieg von einer Enduro auf einen Cruiser? Ist doch wie Tag und Nacht, heiß und kalt, schwarz und weiß, …

Stimmt. Aber trotzdem wurde der Wunsch nach einer Harley immer größer. Muss man halt irgendwann mal haben.
Anfang 2014 war es dann soweit. Der Dollarkurs stand gut, Angebote für gebrauchte Maschinen waren günstig (im Januar scheint niemand Harleys zu wollen). Schon eine im Netz gefunden, ab zum Händler und angeschaut. Sieht toll aus, hat mich sofort fasziniert und natürlich auch gleich zugeschlagen.

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Auslieferungszustand

War ein US-Import mit deutschen Papieren. Was soll da also schiefgehen, sind im Grunde doch eh alles US-Importe.
Hätte ich mich doch vorher besser erkundigt, denn wie die Maschine deutsche Papiere bekommen hat, möchte ich lieber nicht wissen:
Kein km/h-Tacho, keine E-Nummern auf den Lichtern, ein Screamin‘-Eagle-Auspuff aus den USA drauf, und (wie sich später herausstellte) falsche Reifen.
Selber blöd. Aber trotzdem behalten.

Und es hat am Ende Spaß gemacht, die Teile zu wechseln, so dass die Maschine heute komplett regelkonform ist. Wie sich herausstellt, ist man den Harleys sowieso immer irgendwie am schauen, was man wo noch an- oder wegbauen kann, optisch ändern kann usw.
Die Liste der bisherigen Änderungen ist daher lang:

  • Auspuff: weg mit dem Screamin’Eagle. Standard drauf. Geht gar nicht, weil sie nicht mehr zu hören ist. Standard runter, Miller drauf. Perfekt!
  • Lichter: Blinkergläser durch welche mit E-Nummer ersetzt, Scheinwerfer ersetzt, Rücklicht gegen LED-Licht getauscht
  • Tacho: km/h-Randaufkleber drauf. Fertig.
  • Reifen: Vorderreifen war eh fällig. Also zum Händler und festgestellt, dass die montierten nicht für das Modell freigegeben waren. Größe passt, aber Freigabe fehlt. Viele Telefonate hier und her, ob Reifenbindung besteht oder nicht. Klarheit Fehlanzeige. Also zur Sicherheit freigegebene Avon Cobra montiert. Begeisterung! Und sie halten schon seit 15tkm!
  • und ein paar optische Änderungen (Hupencover, Derbydeckel, Griffe, Sissybar, …)

Und nachdem ich mit ruhigem Gewissen am Straßenverkehr teilnehmen kann, sind immer wieder kleine Umbauten vorgenommen worden (die auch mal nach einiger Zeit wieder rückgebaut werden):

  • Sissybar, mal dran und mal weg
  • seitlicher Kennzeichenhalter
  • Derbydeckel geändert (siehe unten)
  • Lampenring
  • und ein paar optische Änderungen (Hupencover, Griffe,  …)

Und dabei wird es nicht bleiben. Erwische mich immer wieder dabei zu überlegen, was man ändern könnte.
Nach dem ersten Jahr habe ich sogar ein kleines Video über die Veränderungen erstellt:

Sowie eine Anleitung zum Wechseln des Derby-Covers:

Zu erwähnen sind auch kleinere Defekte in der Elektrik. Immer mal wieder war ein Relais kaputt, was dazu geführt hat, dass sie entweder nicht gestartet ist oder einfach ausging. Lag wohl an der salzhaltigen Luft in Florida, in der sie vorher war. Kontakte waren korrodiert. Kontakte bearbeitet und seither keine Probleme mehr. Bleibt hoffentlich so.

Ansonsten ist das Fahren mit der Sportster klasse. Hätte ich nicht so erwartet. Man braucht überhaupt kein Kurvenrevier, um damit glücklich zu sein. Einfach fahren, und man ist ab dem ersten Meter entspannt. Kein Drang zu hohen Drehzahlen, hohen Geschwindigkeiten. Die Sitzposition ist dermaßen entspannt, dass auch Mehrtagestouren problemlos möglich sind. Das Drehmoment bei geringen Drehzahlen ist der Hammer. Und der Klang! Klingt eben wie ein Motorrad und nicht wie eine Kreissäge. Wie konnte ich eigentlich die ganzen Jahre etwas anderes fahren?! Einfach nur Spaß pur. Bisher seit 2014 und kein Ende absehbar. Meine schönsten Touren habe ich mit dieser Maschine erlebt

Witzig sind aber auch Harley-Treffen:
war auf ein paar Treffen dabei und die Ansammlung an Klischees ist klasse. Typen, die als Wochenend-Rocker einen auf harte Jungs machen, oder die jeden Sch… kaufen, nur weil das Logo drauf ist. Zwangsuniform: Lederweste (kann mir mal jemand sagen, welchen Sinn die haben sollen? Schützt nicht, ist an allen Seiten offen und zugig, sieht bei dicken Bäuchen auch eher bescheiden aus).
Das zugehörige Weibchen ausstaffiert mit allerlei Harley-Kleidung, obwohl sie nur einmal im Jahr mitfährt. Und Motorräder mit einer km-Leistung, die darauf schließen lässt, dass maximal einmal im Jahr zum Treffen gefahren wird. Man kann sich Lebensstil offenbar auch kaufen?! Gibt es wohl so bei keiner anderen Marke.

Aber: die Leute bei diesen Treffen sind dafür meist auch alle supernett und sonst völlig normal 😉

Auch das ein Grund, der mich immer wieder gerne zu solchen Treffen gehen lässt.


Update März 2017

Und wieder hat sich eine generelle Änderung ergeben: ich habe auf Weißwandreifen umgestellt. Verändert das Aussehen der Maschine grundlegend. Zum Positiven, wie ich finde.

März 2017: jetzt mit Weißwandreifen

Update September 2017

Weil mich die Lautstärke anderer Motorräder und in Folge auch die meiner Miller-Tüten genervt hat, wieder zurückgerüstet auf die Original-Schalldämpfer.

Originalauspuff

Update März 2019

Der Riser/Schwanenhals hat mich schon lange genervt. Daher Wechsel auf normale Riser und den Tachohalter einer SeventyTwo. Ein höherer Lenker wird wahrscheinlich folgen.

Harley – März 2019 mit neuem Tachohalter und Risern

Über den Umbau habe ich ein kurzes Video auf Youtube eingestellt:


Update April 2019

Wie bereits angedacht habe ich nach dem Riserumbau nun den Lenker gewechselt. Ich habe mir den „Tallboy“-Lenker von Harley Davidson geholt. Wirkt ein wenig wie ein Ape-Hanger, ist aber bei weitem nicht so hoch. Die Sitzposition ist nun wieder fast so wie vor dem Riserumbau. Sieht aber besser aus.

Harley mit neuem Lenker
mit neuem Lenker

Und auch das Thema Meilentacho habe ich nun geklärt: ich habe die Tachoscheibe gegen eine km/h-Scheibe gewechselt. Siehe dazu Beitrag hier:https://www.familie-friedle.de/index.php/2019/04/25/tacho-und-griffe/

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